Als nun die Beziehung zwischen Dosis und Wirkung geprüft wurde, zeigte sich, dass die Personen, die zwei bis drei Portionen Süßigkeiten im Monat verzehrten, das geringste Sterberisiko hatten.
Weniger und auch mehr Verzehr erhöhte das Risiko. Und hier ist auch schon der erste Schwachpunkt der Untersuchung.
Leider wurde bei der Untersuchung keinerlei Angaben zu der Größe einer "Portion" gemacht.
So blieb den Teilnehmern scheinbar überlassen zu beurteilen, ob eine Portion Schokolade aus zwei Stückchen oder aber aus einer ganzen Tafel besteht,
womit Sie das erste Gegenargument für ihre Kinder hätten, denn im Zweifelsfall muss von der geringeren Portionsgröße ausgegangen werden.
Andererseits ist die allzu strenge Einschränkung des Verzehrs von Süßigkeiten gar nicht nötig.
Zwar wird auch in Deutschland immer wieder vor zu hohem Süßigkeitenverzehr gewarnt, was auch richtig erscheint, wenn man sich die tatsächlichen Verzehrsmengen anschaut.
Aber Süßigkeiten stehen (wie die Autoren der Studie selbst anmerken) seit Jahrtausenden auf dem Speiseplan der verschiedensten Völker.
Unmittelbare gesundheitliche Gefährdungen durch einen moderaten Verzehr von Süßigkeiten, sind jedoch nicht bekannt.
Auch was das Geschmacksempfinden betrifft, sind wir Menschen bei der Geburt zuerst einmal auf "süß" geeicht.
Das Faible für Süßes ist uns nämlich angeboren, die Vorliebe für Bitteres (z.B. für Kaffee und Bier) "müssen" wir uns erst mühsam antrainieren.